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Kolk | Schwefel Oper

 

Kolk ist ein elektronisches Projekt von VOLKER HARTMANN-LANGENFELDER und mir.

 

Die Programmierungen greifen oft auf das MOOG MODULAR System zurück.

 

 

http://www.facebook.com/kolk

 

Die Texte zu Kolk

 

 

ende


menschen schwarz wie rauch

in gelbem schein

und alles zieht sich hin

eisenschienen, autos und der menschenmüll

in ewigem gebrüll


spukhaftes wandeln ohne existenz

die stadtbahnzüge ziehen ein

die stadtbahnzüge ziehen ein



totenschrei und maskenfest


die straße strotzt vor lärm und licht

wir sind der letzten lust verfallen

und tanzen wenn der donner grollt


die straße strotzt vor lärm und licht

und in dem weißen lichtermeer

hat nichts mehr menschliches gesicht

und tanzen, wenn der donner grollt


totenschrei und maskenfest, es bleibt dabei, dein tänzer ist die pest

von morgenrot zu morgenrot

dein tänzer ist der tod



gewitterschwer


in einer straße stöhnt ein irrer: du, ach, du

wir ducken uns

wir ducken uns vor fremdenhaß

bahngeräusch bleit sich in unsere nerven

rücksichtslos

riesengroß

gewitterschwer



morgengrauen


ein leichenwagen kriecht die straße hin

vorbei an häusern die wie särge sind

sintflutmusik der nacht. der regen fällt

ein schwarzer stein scheint aller raum zu sein

im spiegel aus asphalt

immer schwerer stürzt der regen

es kommt das leere nichts entgegen

vermummt, verstummt, wüste nacht aus stein

ganz schwarz, ganz still



ich bleibe nicht


nein, ich bleibe nicht

gelb, keuchend, zwischen träumen und erwachen


schreiende schwärme schwarzer vögel ziehen

der strudel hat mich ausgespieen


was hält dich fest?


ein mann zertrümmert eine morsche frau

und steinern dampft die große stadt


und heiß, als schmölz darin die welt



vergiftet


kopflose kleider die gebete stammeln

so morsch und längst vergiftet


schlagzeilen, namen, unschuldslämmer



das tote sieht

 

 

 

 

strich

 

 

am himmel fährt ein zug

zieht langsam einen langen dicken strich

 

strich

 

und dumpf in die hohlen säle fallend

 

 

 

der hammer dröhnt weiter

 

 

der hammer dröhnt weiter

 

und karrt der tod auch hundert täglich fort

es braust der lärm wie sonst an jedem ort

 

der hammer dröhnt weiter

 

furienwesen wie im wahn

sie sind nicht da um auszuruhn

es kommt nicht selbst, sie müssen was tun

 

furienwesen wie im wahn

sie sind nicht zum vergnügen da

 

 

 

komm

 

komm, wir wollen uns in eine sanfte wiese legen

bald muss ich dich verlassen

muss wieder in die öden städte ziehen

du mein opiumrausch, du luder

 

 

 

das große labyrinth

 

von vielen furchen tief durchwühlt

das ist das große labyrinth

 

durch schleier ziehn gefährte ihre bahn

und nirgends sieht man kinder

 

die menschen wollen in den himmel schwinden

doch ihre sohlen haften an den steinen

 

du hast menschen getötet im namen des obersten herrn

was dachtest du beim ersten spritzenden blut?

 

ich werde langsam wach

 

doch nun ists genug, es hat mich nicht gefreut

und neues wird es auch wohl nicht mehr geben

was weiß ich, was ich weiß, ich weiß es nicht

ich glaube, zweifle, hoffe, fürchte, schwebe

 

 

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